Weltenwanderer werden jene Faune genannt, die von ihrem Stamm auserkoren wurden in die Welt hinaus zu ziehen um die Menschen und deren Tun zu beobachten. Denn durch die die Ausbreitung der Menschen auf dieser Erde, sahen wir Faune uns gezwungen, uns immer mehr in unsere Wälder zurück zu ziehen. Aber wir sind kein Volk von Gram und Trauer und so zogen wir uns zwar zurück, doch es wurde beschlossen das Menschenvolk und ihr Treiben weiterhin zu beobachten. Zu diesem Zweck bestimmte jeder Stamm einen (manchmal auch mehrere) Weltenwanderer.

Stammesknochen der Almefaune

Diese werden mit einem besonderen Ritual auf ihre Aufgabe vorbereitet und vom Stammesältesten geweiht. Zu diesem Zweck erhält der Wandere des so genanten Stammesknochen. Dies ist ein größerer Knochen, meist von Rindern oder ähnlichen Tieren, in dessen Außenseite das Erkennungszeichen des jeweiligen Stammes geschnitzt ist. Diese Schnitzerei wird häufig noch mit Farbe hervorgehoben und der Knochen mit Schmuckstücken, Glöckchen oder ähnlichem geschmückt.. Diesen Knochen tragen die Wanderer steht's bei sich, er dient als eine Art Ausweis. Treffen sich Weltenwanderer auf ihren Reisen, so können sie anhand des Stammesknochen genau erkennen, woher der jeweils andere stammt.

Zeichengürtel

Ein weiteres Merkmal der Wanderer ist eine Tasche, in dem sie ihre Zeichen aufbewahren. Diese sind Anhänger, Schmuckstücke und Gegenstände, welche für die Menschen eine besondere (meist religiöse oder spirituelle) Bedeutung haben. Sie werden gesammelt um bei der Rückkehr des Wanderers zu dessen Stamm den Werdegang der Menschen zu veranschaulichen, besonders was deren Religionen und geistigen Ansichten angeht. Doch nicht immer finden die Zeichen in einer Tasche Platz, manchmal werden sie an einem Gürtel befestigt und für alle sichtbar getragen. (Wie ein normaler Gürtel, oder aber als eine Art Schärpe über der Schulter). Oft fliesen in diese Sammlung auch persönliche Interessen des Faunes ein, zum Beispiel in Form von Erkennungszeichen bestimmter Spielleute, Abbildungen von geliebten Tieren, besonderen Schmuckstücken oder ähnlichem.

 Doch nicht nur diese Zeichen werden von den Weltenwanderern gesammelt, auch Liedgüter, Geschichten und Bräuche werden gehört, gemerkt und aufgeschrieben. Haben sie (nach ihrer eigenen Ansicht) ihr Werk vollbracht, kehren die Weltenwanderer zu ihrem Stamm zurück und berichten ausführlich von ihren Reisen.

Doch auf diese Art und Weise bereichern die Faune nicht einfach nur ihr Wissen, sie bekämpfen auch eine Macht, vor der sie sich insgeheim fürchten: Dem Vergessen. Denn die Menschen glauben oft nur noch an das, was sie auch sehen. So stellen sich die Wandrer auf ihren reisen eben dieser Macht entgegen, in dem sie ihrerseits den Menschen von unserem Volk, unsrer Bräuchen und unserem Leben erzählen und so in den Köpfen der Menschen den Glauben an die Anderswesen aufrecht erhalten.